AUFKLÄRUNGSARBEIT im Landesinneren

Von Seiten der Eltern und Schulen wird in Kenia kaum Aufklärungsarbeit geleistet. Die Jugendlichen, besonders Mädchen sind kaum bis gar nicht aufgeklärt. Die Menstruation ist beispielsweise immer noch ein Tabu-Thema. Niemand spricht mit den Mädchen darüber und nicht selten erleben sie einen Schock, wenn sie zum ersten Mal ihre Periode bekommen. Die Mädchen haben es alles andere als einfach. In vielen - besonders ländlichen Gebieten - werden unter anderem Bananenblätter als Binden verwendet. Oftmals bleiben die Mädchen wenn sie ihre Periode haben auch zu Hause und verspassen so den Unterricht. 

 

Kürzlich hat sich in Kenia ein 14-jähriges Mädchen umgebracht, weil sie von ihrem Lehrer als "schmutzig" bezeichnet wurde. Unvorstellbar. Das einzige was die Situation ändern kann ist AUFKLÄRUNG

Gemeinsam mit Riziki & Kibadi (Malindi Kenya Gruppe) haben wir uns im August auf den Weg ins Landesinnere gemacht. An der Mongotini Grundschule werden über 1.000 Schüler unterrichtet. 100 davon sind Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren - unsere Zielgruppe. 

 

Riziki sprach mit den Mädchen über den weiblichen Körper, wie er sich entwickelt, was passiert, wenn sie zum ersten Mal ihre Periode bekommen und was sie dann machen können (wie man Binden verwendet und diese überhaupt bekommen kann). 


Alle Mädchen bekamen von uns jeweils 2 Packungen Binden. Die Freude über den Besuch, das Gespräch und das "Geschenk" waren riesig. Es war nicht nur für die Mädchen ein besonderes Erlebnis, sondern auch für Kirsten und mich. Dieses Thema ist uns ein großes Anliegen und wir möchten versuchen, ein Team vor Ort mit Aufklärungsarbeit zu beauftragen.